Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) prüft eine Klage gegen die EU-Kommunalabwasser-Richtlinie. Darin würden die Kosten für „Mikroverunreinigungen“ von Wasser alleine der Pharmaindustrie aufgebürdet. Zudem sei zuwenig berücksichtigt, dass Arzneimittelreststoffe auch aus anderen Quellen als der Industrie ins Abwasser gelangen können.
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Die Formycon AG (FWB: FYB, Prime Standard) und ihr Lizenzpartner Klinge Biopharma GmbH haben durch das CHMP eine positive Empfehlung für die Marktzulassung von FYB203, einem Biosimilar-Kandidaten für Eylea®1 (Aflibercept) erhalten. Damit wird Formycon nach dem Lucentis-Biosimilar in Kürze die Zulassung für ein zweites ophthalmologisches Biosimilar-Präparat erhalten.
Etwas weniger Besucher, dafür mehr Entscheider vor Ort und eine hohe Qualität der Fachgespräche an den Ständen, so könnte ein Fazit für die diesjährige Medica und Compamed lauten. Vom 11. bis 14. November trafen sich internationale Branchenexperten aus der Medizintechnikindustrie und der Gesundheitswirtschaft in Düsseldorf.
Das griechische Ministerium für Umwelt und Energie hat der CMBlu Energy AG eine Förderung in Höhe von 30 Mio. Euro aus dem 200 Mio.-Euro-Programm „Produc-e Green“ zugesprochen. Das Programm vergibt Zuschüsse von bis zu 70%. Die Mittel dafür stammen aus dem EU-Programm für Widerstandsfähigkeit/Resilienz. CMBlu baut bio-organische Batterien (s. |transkript 4/23).
Die Jenaer InflaRx N.V. (Nasdaq-gelistet unter IFRX) hat vom Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) die Empfehlung der Marktzulassung von GOHIBIC (Vilobelimab) erhalten. Diese gilt für Patienten mit SARS-CoV-2-induziertem akutem Atemnotsyndrom (ARDS), die systemische Kortikosteroide erhalten und invasiv beatmet werden.
Mitte November vereinbarten die Eckert & Ziegler SE und Telix Pharmaceuticals Limited einen Kooperations- und Lizenzvertrag zur Herstellung von Actinium-225. Die Berliner erhalten Meilensteinzahlungen bis zu 20 Mio. Euro sowie Zugang zu zusätzlichen Produktionskapazitäten.
Die Gläubigerversammlung der sich in Insolvenzverwaltung befindenden österreichischen Marinomed AG hat dem Sanierungsfahrplan einstimmig zugestimmt. Die aufgelaufenen rund 30 Mio. Euro Schulden müssen nur zu rund 30% bedient werden, wofür dem Unternehmen zwei Jahre Zeit gegeben wird. Der Grundstein für eine Sanierung sei damit gelegt, kommentiert Marinomed.
Die Rostocker Centogene NV wird verkauft. Wie das Unternehmen mitteilt, bezahlt Charme Capital Partners 8,7 Mio. Euro, und löst alle Aktionäre mit je 19 Cent ab. Die kürzlich wegen zu geringer Bewertung von der US-Nasdaq genommene Firma war einmal zu 20 Euro je Anteilsschein gehandelt worden. Der Betrieb mit derzeit rund 400 Beschäftigten soll fortgeführt werden.
Mit einer Adhoc-Meldung in der Nacht teilte das Hamburger Unternehmen Evotec SE mit, dass ohne vorherige Ansprache ein Übernahmeangebot der börsennotierten US-amerikanischen Halozyme Therapeutics Inc. eingegangen sei. Darin werde ein Kaufpreis von 11 Euro je Aktie angeboten, was einem Aufschlag von rund 21% zum aktuellen Kurs entspricht. Evotec prüfe nun das Angebot.

Messe Düsseldorf/ctillmann
Eckert & Ziegler AG